Die meisten hier werden sich sicher noch an den Fall des vermissten 68-jährigen Deutschen erinnern, der 2018 mit seiner Frau und Freunden Urlaub auf La Digue machte und vom Aussichtspunkt Nid d'Aigle (Adlernest) aus alleine noch Fotos machen wollte und seither als vermisst gilt.
Ich bin die Tage zufällig über einen Podcast aus 2023 gestolpert, der diesen Fall behandelt, auch seine Frau und Tochter kommen darin zu Wort.
Ist ganz interessant, den ganzen Hergang aus Sicht der Angehörigen zu erfahren.
https://julia-leischik-spurlos.podigee ... ue-episode
Auch hat die Tochter 2024 auf einer Vermissten-Seite auf Facebook einen Aufruf gestartet, falls jemand hierzu Hinweise geben kann, sich zu melden.
Sie beschreibt darin, auch in den Kommentaren darunter, dass von Seitens der Behörden nichts unternommen wurde und wird, um den Fall zu klären, weil kein negatives Licht auf den Tourismus fallen soll.
https://www.facebook.com/groups/versch ... 034240913/
Vermisstenfall 2018 auf La Digue - Podcast
Re: Vermisstenfall 2018 auf La Digue - Podcast
Klasse, danke. Das finde ich total spannend und werde ich mir auf jeden Fall anhören.
Ich kann mir das Blockieren der Behörden auch sehr gut vorstellen, das ist für mich durchaus glaubwürdig, es paßt zu dem Verhalten bei anderen Unglücksfällen in der Vergangenheit.
Letzten Sommer mußte ich zufällig auch daran denken. Er ist ja nicht der erste und einzige, der beim Wandern auf den Seychellen auf Nimmerwiedersehen verschwunden ist, und mir ist einfach nicht klar, wie sowas passieren kann. Ich habe letztes Jahr einen Podcast gehört, in dem es um einen uralten Fall aus Berlin/Brandenburg ging, der mich schwer beeindruckt hat, weil die Sache fast schon surreal ist. Da wurde in Brandenburg, ganz in der Nähe wo heute der Flughafen ist, also richtig weit hinter der Stadgrenze, in einem Straßengraben eine Leiche gefunden. Die haben den Fall aufgeklärt, indem sie Mantrailer Hunde eingesetzt haben, die die Spur bis zu dem Ort mitten in Berlin zurückverfolgt haben, an dem er zuvor tagelang gefangen gehalten wurde. Das ist eine Strecke von ca. 20 Kilometern, über die das Opfer per Auto transportiert wurde. Die Hunde waren in der Lage, diese Spur noch Monate später zu finden. Etappenweise mit zwei verschiedenen Hunden, die beide unabhängig voneinander in der Lage waren, die Spur zu verfolgen.
Es gibt einen Artikel dazu, auch einen Podcast, da sieht man auf der kleinen Karte auch, welche Strecke das ist, die die Hunde zurückverfolgt haben.
https://www.tag24.de/unterhaltung/tv/kr ... -a-2101476
Man sagt solchen Hunden ja schon einige Fähigkeiten nach, die man ja auch nicht wirklich erklären kann. Und sowas hätte ich auch nicht für möglich gehalten. Und da würde ich denken, wäre ich ein Urlaubsland, das sowas vermeiden möchte, hätte ich längst einen Bluthund oder eine andere Rasse mit solchen Fähigkeiten angeschafft. Ich kann mir nicht vorstellen, daß Krabben oder Palmendiebe oder irgendein anderes tropisches Tier, das es noch geben mag, das Aas frißt, einen verschwundenen Menschen innerhalb von, sagen wir mal 48 Stunden, komplett vertilgt, so daß keine Spur bleibt. Und selbst wenn, ließe sich zumindest der Weg verfolgen, den der Wanderer genommen hat.
Ich kann mir das Blockieren der Behörden auch sehr gut vorstellen, das ist für mich durchaus glaubwürdig, es paßt zu dem Verhalten bei anderen Unglücksfällen in der Vergangenheit.
Letzten Sommer mußte ich zufällig auch daran denken. Er ist ja nicht der erste und einzige, der beim Wandern auf den Seychellen auf Nimmerwiedersehen verschwunden ist, und mir ist einfach nicht klar, wie sowas passieren kann. Ich habe letztes Jahr einen Podcast gehört, in dem es um einen uralten Fall aus Berlin/Brandenburg ging, der mich schwer beeindruckt hat, weil die Sache fast schon surreal ist. Da wurde in Brandenburg, ganz in der Nähe wo heute der Flughafen ist, also richtig weit hinter der Stadgrenze, in einem Straßengraben eine Leiche gefunden. Die haben den Fall aufgeklärt, indem sie Mantrailer Hunde eingesetzt haben, die die Spur bis zu dem Ort mitten in Berlin zurückverfolgt haben, an dem er zuvor tagelang gefangen gehalten wurde. Das ist eine Strecke von ca. 20 Kilometern, über die das Opfer per Auto transportiert wurde. Die Hunde waren in der Lage, diese Spur noch Monate später zu finden. Etappenweise mit zwei verschiedenen Hunden, die beide unabhängig voneinander in der Lage waren, die Spur zu verfolgen.
Es gibt einen Artikel dazu, auch einen Podcast, da sieht man auf der kleinen Karte auch, welche Strecke das ist, die die Hunde zurückverfolgt haben.
https://www.tag24.de/unterhaltung/tv/kr ... -a-2101476
Man sagt solchen Hunden ja schon einige Fähigkeiten nach, die man ja auch nicht wirklich erklären kann. Und sowas hätte ich auch nicht für möglich gehalten. Und da würde ich denken, wäre ich ein Urlaubsland, das sowas vermeiden möchte, hätte ich längst einen Bluthund oder eine andere Rasse mit solchen Fähigkeiten angeschafft. Ich kann mir nicht vorstellen, daß Krabben oder Palmendiebe oder irgendein anderes tropisches Tier, das es noch geben mag, das Aas frißt, einen verschwundenen Menschen innerhalb von, sagen wir mal 48 Stunden, komplett vertilgt, so daß keine Spur bleibt. Und selbst wenn, ließe sich zumindest der Weg verfolgen, den der Wanderer genommen hat.
Wenn du keine Kokosmilch hast, machste einfach normales Wasser.
- Grubi -
https://s12.directupload.net/images/210215/bx7vkcag.jpg
- Grubi -
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Re: Vermisstenfall 2018 auf La Digue - Podcast
Das ist ja wirklich unglaublich, was diese Hunde leisten können! Sogar kilometerlange Strecken, die mit einem Fahrzeug zurückgelegt wurden, können sie erschnuppern, das hätte ich nicht gedacht
Ich möchte jetzt nichts vorwegnehmen… nur soviel, es wurde scheinbar auch ein Hund bei der Suche nach dem Vermissten eingesetzt.
Was mich etwas überrascht hatte, dass die Polizei dort, noch dazu 2018, damit ausgestattet war. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass es sich um einen solch ausgebildeten Mantrailer Hund gehandelt hat (würde mich jetzt auch nicht wundern, wenn das nur irgendein ein Privathund gewesen ist). Ein solcher Mantrailer Hund wären sicher fündig geworden… noch dazu auf dieser kleinen Insel.
Erst kürzlich wurde ein Fall hier in Süddeutschland publik, wo nach 41 Jahren ein Cold Case aufgeklärt wurde. Der Mörder einer damals jungen Frau mit unter 30 Jahren wurde überführt und mit heute 70 Jahren verhaftet. Der hatte vermutlich nicht mehr damit gerechnet, dass man ihn nach so langer Zeit noch drankriegen würde. Der Tatort hatte sich rund 100 km entfernt von seinem Wohnort befunden, wo er wohl auch schon damals lebte. Die Kriminaltechnik wird immer ausgeklügelter. Aber man muss auch einen Fall aufklären wollen.
Ich möchte jetzt nichts vorwegnehmen… nur soviel, es wurde scheinbar auch ein Hund bei der Suche nach dem Vermissten eingesetzt.
Was mich etwas überrascht hatte, dass die Polizei dort, noch dazu 2018, damit ausgestattet war. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass es sich um einen solch ausgebildeten Mantrailer Hund gehandelt hat (würde mich jetzt auch nicht wundern, wenn das nur irgendein ein Privathund gewesen ist). Ein solcher Mantrailer Hund wären sicher fündig geworden… noch dazu auf dieser kleinen Insel.
Erst kürzlich wurde ein Fall hier in Süddeutschland publik, wo nach 41 Jahren ein Cold Case aufgeklärt wurde. Der Mörder einer damals jungen Frau mit unter 30 Jahren wurde überführt und mit heute 70 Jahren verhaftet. Der hatte vermutlich nicht mehr damit gerechnet, dass man ihn nach so langer Zeit noch drankriegen würde. Der Tatort hatte sich rund 100 km entfernt von seinem Wohnort befunden, wo er wohl auch schon damals lebte. Die Kriminaltechnik wird immer ausgeklügelter. Aber man muss auch einen Fall aufklären wollen.